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Hintere Reihe v.l.: Anika Piehl, Jana Otting, Rieke Danielsen, Nina Deimen, Alina Boenigk, Paula Lechtenbörger, Leonie Schulenburg, Sina Untenberger, Aysen Ugur

Mitte v.l.: Malin Lutz, Theresa Szameitat, Zoe Philina Sulcek, Johanna Spratte, Madeleine Wiegand

Vorn: Trainer Jörg Ocklenburg

Es fehlen: Inga Hagestroem, Co-Trainer Tobias Schlüter

 

TVM-Handballerinnen machen Landesliga-Aufstieg perfekt

Was für ein Tag! Im Rückspiel der Relegation zum Aufstieg in die Landesliga bewiesen die Handballerinnen des TV Mengede, dass sie auch in schwierigen Situationen zusammenhalten. Ein 7-Tore -Vorsprung aus dem Hinspiel (28:21 für den TVM) versprach zwar scheinbare Sicherheit, aber gerade beim Handballsport ist das noch lange kein Freifahrtschein. Und wie schnell das gehen kann, zeigten ihre hochmotivierten Gegnerinnen vom TV Westfalia Halingen in der Mendener Kreissporthalle, die in den ersten 15 Minuten bis zum 7:2 den Abstand fast egalisieren konnten.

Es war vom Anbeginn für die TVM-Mädels eine reine Nervensache, trotz oder gerade wegen der zahlreichen mit Lärminstrumenten ausgestatteten eigenen Fans, die sogar einen Doppeldeckerbus gechartert hatten, um dabei zu sein. Halingen hingegen hatte nichts mehr zu verlieren und ging couragiert zu Werke.

Dann schaffte es Trainer Jörg Ocklenburg aber, in einer Time-Out-Pause seine Mädels zu beruhigen. Ein bravourös gehaltener Siebenmeter durch „Zweittorfrau“ Jana Otting beeindruckte auch die Sauerländer Damen, die sich dann mit einem immerhin noch 3 Tore betragenden Abstand (10:7) in die Pause retten konnten.

Die Hochrechnung der Optimisten im Mengeder Lager, die weitere drei Halinger Plustore für den zweiten Spielabschnitt befürchteten, hatte dann zwar immer noch den anvisierten Aufstieg im Kalkül. Dazu waren die TV -Damen dann aber nicht mehr bereit. Sie wehrten sich bravourös, kämpften sich heran und der unermüdlich rackernden Johanna Spratte gelang dann 10 Minuten vor dem Ende mit ihrem 16:16 der erstmalige Gleichstand.

Schon zu diesem Zeitpunkt war klar, dass für die Gastgeberinnen ein Aufholen des Abstands in Höhe der benötigten 7 Tore unerreichbar war. Jeder Mengeder Treffer wurde mit bis fast an die Schmerzgrenze gehenden Trommel-Ovationen bejubelt, der letzte Treffer von Rieke Danielsen zum 20:20-Ausgleich machte endgültig „den Sack zu“.

Der Jubel der jungen Ocklenburg-Truppe war unbeschreiblich. Sie lagen sich in den Armen und schnell wurde das Trikot gewechselt. Eine grenzenlose Optimistin hatte bereits zuvor auf die Rückseite der neuen Hemden die originelle Losung: „Saisonziel Klassenerhalt verpasst…. Landesliga, da sind wir…“ aufdrucken lassen.

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Dass am Abend die lange zuvor geplante Abteilungsfeier der Handballabteilung auf dem Programm stand, machte den Tag perfekt.

„Die Mannschaft“ – der Titel, mit dem sich die Nationalkicker von Jogi Löw gern schmücken möchten, gehört auf jeden Fall erst einmal den Mengeder Handballerinnen, wenngleich man das Wort „Mannschaft“ bei einem Damenteam nur als Metapher akzeptieren sollte.

Nur schade, dass es Inga Hagestroem und Co-Trainer Tobias Schlüter, die beide über die gesamte Saison ebenfalls einen großen Anteil an diesem Erfolg hatten, aus Termingründen verwehrt war, mitzufeiern.