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Turnverein 1890 Mengede e.V.

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TV Miteinander: Besuch beim BVB

 

Borusseum BVB Emblem

 

SIGNAL IDUNA PARK mit BVB-Museum

 

 

Das Wetter hätte sicherlich besser sein können an diesem 9. März 2017. Nur gut, dass nach zahlreichen Umbauten und Erweiterungen in der Arena inzwischen weitgehend und nicht nur sprichwörtlich alles unter Dach und Fach ist.

 

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Nach Fertigstellung der ersten Ausbaustufe am 2. April 1974 durch ein Fußballspiel der Damenmann-schaften zwischen TBV Mengede 08 und VfB Waltrop (1:2) eröffnet, ist die Arena inzwischen zum Stadion mit der größten saisonalen Zuschauerzahl weltweit gewachsen. Rund 81.000 Fans verfolgen regelmäßig die Bundesligabegegnungen und international, wo auf der Südtribüne die Stehplätze entfallen, um jedes Mal Sitze zu montieren, reduziert sich dann die Zuschauerzahl auf ungefähr 66.000.

 

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Der europäische Fußballbund UEFA deklarierte das Stadion inzwischen zum Elitestadion. Es gehört damit zur Kategorie der Stadien, in denen auch Finals der Champions League oder der Europa League stattfinden dürfen. Zu dieser Klasse gehört ein Ausstattungsniveau, von dem unsere Besuchergruppe nach einem Einführungsvortrag unseres Guides Pierre bei einem zweistündigen Rundgang überzeugt werden sollte.

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Pierre, der bei seiner Vorstellung scherzhaft - rein optisch aber nicht zu weit hergeholt - die Zusätze " Emerick Aubameyang" hinzufügte, erntete damit natürlich gleich unser aller Gelächter und Sympathie.

Er hatte also die Aufgabe übernommen, die über 40 BVB-Fans starke Abordnung der TVM U100  durch Vermittlung von Informationen die riesige Arena und ihre Einrichtungen näher zu bringen. Weil er dabei laufend, wie im Stehgreif alte Geschichten, Anekdoten und Dönekes, einzustreuen wusste gelang das in einer heiteren Atmosphäre und die über zwei Stunden dauernde Tour verging wie im Fluge.

 

 

 

 

 

 

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Vorbei an der VIP-Gastronomie, wo Gastgeber für einen Tisch je Saison einen fünfstelligen Betrag überweisen dürfen, ging´s in die Nord-Westecke der Tribünen. Hier, aus der Perspektive der unteren Ränge, taten sich erstmals die überwältigenden Weiten und Höhen des Bauwerks auf.

 

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Bei einer Stippvisite im Einsatzzentrum der Polizei vermittelte dessen Ausstattung mit den installierten Monitoren bei weitem nicht so viel Interesse wie die großen Zellen zur Festsetzung für durch Gewalt und/oder Trunkenheit auffällige Fans, natürlich säuberlich getrennt nach Heim- und Gastteam-Anhänger. In Arrest genommen würden fast ausnahmslos Männer; es seien ungefähr vier im Schnitt pro Spiel und selten die Höchstzahl von 25 je Seite, hörten wir.

 

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Zum BORUSSEUM, den heiligen Ausstellungsräumen für Trophäen und Devotionalien, Bildern und Erinnerungsstücken, führte dann unser Weg, um mit einem Kurzfilm Daten und Fakten zur BVB-Geschichte vermittelt zu bekommen, bevor wir uns wieder dem Spielfeld zuwandten.

 

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Diesmal aus der Perspektive der "oberen Zehntausend". Die gepolsterten Reihen der Zuschauerplätze vor den VIP-Loungen sind nicht nur im Oberrang angeordnet. Deren Mieter - wieder finanzstarke Sponsoren - zahlen für eine Zehnerreihe mal eben 120.000 € per Saison in Höhe des Mittelkreises; "wesentlich billiger" wird es in Richtung der Eckfahnen, wo "nur" noch € 80.000 zu Buche schlagen.

 

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Als ganzer Stolz der Borussia, und im Vergleich der Vereine als Ausnahmestellung, zeigte sich das neue Pressezentrum mit allen erdenklichen Finessen, wo vor und nach Spielen mehrere Dutzend Journalisten ihre Informationen erhalten; zu europäischen Spitzenspielen aber auch mehrere hundert Medienvertreter um Einlass bitten.

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Nächste Station war der Kabinenbereich, für uns natürlich die BVB-Umkleide.

 Im Ernst, jeder der hier Ausstattungshighlights erwartet hätte, war erstaunt über die biedere Sachlichkeit: Holzbank, darüber zwei Haken je Spieler. Luxus nur insoweit, als sich ein Zeugwart tagelang mit der Herrichtung der Schuhe und diversen Textilien für Aufwärmen, Spiel und danach befassen darf. Beim Probesitzen konnte dann jeder, der schnell genug war, den Platz seines Lieblingsspielers einnehmen, denn die Konterfeis prangen über jedem Sitz.

 

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Jetzt endlich ging´s die unerwartet enge Treppe hinunter zum Tunnel hin zum Rasen. Bevor wir die dröhnenden Beats der Einlaufmusik live erleben durften, mussten wir zum wiederholten Male die strenge Weisung über uns ergehen lassen: "Den Rasen keinesfalls betreten, nicht einmal berühren"! Sollte dies unsere Ehrfurcht nur überhöhen, oder war die Angst durch Erfahrung belegt, der eine oder andere von uns könnte ein Schäufelchen zur Gewinnung eines Andenkens im Ärmel tragen?

 

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Der Bildberichterstatter konnte auf reichlich Erfahrung auf der Trainerbank blicken. Auch ohne Berührung des heiligen Grüns war der Aufenthalt im Bereich der Trainer-/Betreuerbänke eindrucksvoll. Hier wurden auch die meisten Erinnerungsfotos geschossen.

 

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Auch wenn Pierre am Ende mit einem stattlichen Trinkgeld ausgestattet wurde, für den einen oder anderen Einkauf in der BVB-Fanwelt reichten wohl noch die Mittel der Besucher.

 

 

 

 

 

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Diejenigen, noch die nötige Energie aufbrachten, nochmals das BORUSSEUM aufzusuchen hatten ihren speziellen Spaß.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Andere wandten sich gleich zum abendlichen Treffpunkt in den heimatlichen Handelshof, um den Tag beim gemeinsamen Abendbrot ausklingen zu lassen.

 

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Man darf gespannt sein auf den nächsten Programmpunkt TV Miteinander.

 

Text: Burckhard Bussmann

Fotos: Cawi Schmälter, BVB, Google Maps