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Turnverein 1890 Mengede e.V.

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TV Miteinander, Besuch bei der Feuerwehr

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15. März 2018  TVM-Senioren bei der Feuerwehr

 

Carl-Wilhelm Schmälter, TVM-Pressewart war dabei.  Hier sein Bericht:

„Von Null bis Hundert in 90 Sekunden“. Bei PKWs schafft das sicherlich auch ein betagtes Modell. Für einen Feuerwehrmann ist es aber eine anspruchsvolle Vorgabe, denn es bedeutet, dass ihm von der Alarmierung durch die Einsatzleitstelle bis zum Besteigen und Losfahren eines Rettungsfahrzeuges gerade einmal 1,5 Minuten verbleiben. Unabhängig davon, ob am Tag oder in der Nacht, oder mit welcher Beschäftigung er gerade seinen Bereitschaftsdienst versieht.

Diese und viele weitere Hintergrund-Informationen erfuhren die Senioren des TV Mengede am 15. März bei ihrer Besichtigung der Feuer- und Rettungswache 1 vom für sie abgestellten Hauptbrandmeister Florian Vesper. Er nahm sie mit auf einen Rundgang, informierte über Abläufe und Zuständigkeiten im Rettungswesen und ging kompetent auf alle Fragen ein.

Die Feuer- und Rettungswache 1 an der Steinstraße wird auch als Hauptfeuerwache bezeichnet. Hier befindet sich die Einsatzleitstelle für das gesamte Dortmunder Stadtgebiet. Das war dann auch die erste Station der Besichtigungsrunde. Hinter Glas, abgeschirmt und im Halbdunkel agierend, sitzen Beamte an großformatigen Bildschirmen, widmen sich den Notrufen und lösen die Alarmierung aus, für die je nach Einzelfall präzise Vorgaben zu beachten sind.

Über lange Flure ging weiter durch die Sozial- und Ausbildungsräume der Feuerwehr. Sogar die spartanisch eingerichteten Schlaf- bzw. Ruheräume der Mitarbeiter erweckten die Neugier der Besucher. Eingerichtet wie eine Gefängniszelle, natürlich nur mit offener Tür: 1 Liege, ein Tisch, ein Stuhl, ein Telefon, sonst gar nichts. Zaghaft wagten sich die Senioren an den Rand der Falltüren über den Schächten, die direkt in der Fahrzeughalle münden. Eine Rutschpartie im Vertrauen auf die Erdanziehungskraft entlang eines senkrecht innenliegenden Metallrohrs führt beim Alarm direkt ins Erdgeschoss.

Die Senioren wählten natürlich, um hierher zu gelangen, das sichere Treppenhaus. Penibel aufgereiht und blitzsauber geputzt standen der feuerrote Fahrzeugpark Spalier und beeindruckte die Besucher. Alle für einen Hilfseinsatz notwendigen Gerätschaften und Werkzeuge, sowie die persönlichen Schutzausrüstungen wie Helme oder feuerfeste Dienstbekleidung sind direkt vor den Einsatzfahrzeugen deponiert. Herr Vesper organisierte in der Halle sogar einen Probealarm, damit seine Gäste einen Eindruck gewinnen konnten, wie im Ernstfall ein Einsatz abläuft und wie kurz doch die Zeitspanne von 90 Sekunden ist. Er erwähnte in diesem Zusammenhang eine weitere Zeitvorgabe: Nach dem Ausrücken der Fahrzeuge wird verlangt, dass sie spätestens nach 8 Minuten den Schadensort erreicht haben.

Über einen kompletten Löschzug, bestehend aus einem ELW, zwei HLF und einer DKK verfügen in Dortmund nur die Feuerwachen 1, 2 und 4. Abkürzungen, für die Beschäftigten eine vertraute Umgangssprache, für die Besucher dann doch gewöhnungsbedürftig: ELW = Einsatzleitwagen, HLF = Hilfsleistungslöschfahrzeuge und DLK = Drehleiter mit Korb.

Die Spezialaufgabe Bergung ist, so Herr Vesper, der Hauptfeuerwache 1 zugeordnet worden. Ein Kranwagen auf dem Außengelände bot dann auch der Besichtigungsgruppe eine ideale Kulisse für ein Gruppenfoto. Dass zufällig zu gleicher Zeit auch der Teleskopmast mit einer Arbeitshöhe von 54 Metern getestet wurde, war für die Gruppe ein willkommenes Highlight.

Nach fast zweistündiger Führung bedankte sich Burckhard Bussmann, Sprecher des Seniorenbeirats des TV Mengede, bei Herrn Vesper für eine gelungene Führung, bei der auch die Technik-Laien nicht zu kurz kamen.

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So hatten wir eingeladen:

 

Zur Rettungswache 1 der Berufsfeuerwehr Dortmund

 

Nach Bergbaumuseum, Distributionszentrum IKEA, BVB im Signal Iduna Park und zuletzt Naturschutzgebiet Siesack wollen wir uns demnächst einer Einrichtung der Daseinsvorsorge zuwenden. Die Feuer- und Rettungswache 1 Stadtmitte der Dortmunder Berufsfeuerwehr bietet uns einen Blick hinter ihre Fassade mit der typischen Reihe großer Tore.

 

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Im Jahr 2012 offiziell ihrer Bestimmung übergeben, ist die Wache Basis des Einsatzdienstes mit einem Löschzug, der Spezialeinheit Bergung, dem Fernmeldezug, den Führungsdiensten der Feuerwehr und drei Rettungswagen, sowie der Einsatzleitstelle.

 

180315 Wache

 

Hier werden täglich um die 2.200 Anrufe bearbeitet, darunter etwa 600 Notrufe, aus denen mehr als 300 Einsätze für Feuerwehr und Rettungsdienst resultieren.

Soweit es die aktuelle Einsatzsituation zulässt, werden unsere Teilnehmer die Einrichtungen und Abläufe dieses verantwortungsvollen Dienstes kennenlernen.

1801315 Open Streetmap

 

 

Da die Adresse 44147 Dortmund (Mitte), Steinstraße 25 nahe dem Hauptbahnhof liegt, schlagen wir die individuelle Anreise von Mengede mit der S-Bahn oder sonstigen Mitteln des öffentlichen Personennahverkehrs vor.

 

Auch für diese Veranstaltung, für die vor Ort keine Kosten erhoben werden, sind wegen der begrenzten Besucherzahl Anmeldungen erforderlich, die wir unter Angabe des vollen Namens und Telefonnummer jedes Teilnehmers ab Januar in der Geschäftsstelle des TVM, oder bei den Beiräten Jutta Sperrmann (0231) 351774 oder Burckhard Bussmann (02309) 607408 entgegennehmen.        

 

 

Treffpunkt ist jedenfalls vor der Wache um 13:45 am 15. März 2018.

 

Burckhard Bussmann